
- Kyle Curtin
- Von:Durango, United States
- Ambassador seit: 2025
- An Test und Entwicklung beteiligt: senja
Erfolge:
- Schnellste bekannte Zeit auf dem 800 km langen Colorado Trail – in knapp einer Woche
- 8. Platz beim Hardrock 100 – einem der anspruchsvollsten Ultramarathons der Welt.
- Die Top Ten beim Western States Endurance Run 2021
- Top Ten beim Tor des Géants 2023 über 330 km
- Podiumsplatzierungen bei 23 Ultramarathons im vergangenen Jahrzehnt
- Siege beim Kettle Moraine 100 ('14), Peterson Ridge Rumble ('22) und Zion 50k ('23); Streckenrekorde beim Ozarks 100 ('14), Tahoe 200 Miler, Cruel Jewel 50 ('22) und Tushar Mtn 70k
- Nicht unterstützter FKT auf dem 171 Meilen langen Tahoe Rim Trail in 41 Stunden
- FKT vom Mt Pisgah zum Mt Mitchell („Pitchell“ in NC): 100 km in 11:47
Kyle Curtin ist ein professioneller Trail- und Ultraläufer, der oft als „stiller Überflieger“ bezeichnet wird. Nach seinem Militärdienst bei der US Army wechselte er 2015 zum professionellen Ultralauf.
Was ist deine erste Erinnerung an die Natur?
Als Kind unternahmen wir mit der Familie Campingausflüge in die Gegend der Hocking Hills im Südosten Ohios. Eine Wanderung führte uns an einer Reihe wunderschöner, kaskadenartig angeordneter Wasserbecken vorbei, die Devil's Bathtub genannt werden. Was mir bis heute in Erinnerung geblieben ist, ist das Staunen darüber, dass sich ein so unberührtes Stück Natur ganz in der Nähe meines Wohnorts befand, ohne dass ich davon wusste, bis ich es mit eigenen Augen sah.
Wie alt warst du, als du deine Leidenschaft für diese Aktivität entdeckt hast?
Als ich 24 war, schenkte mir mein Onkel das Buch „Born to Run“, das mich dazu inspirierte, mich für einen 100-Meilen-Lauf in der Nähe anzumelden. Beim Ozarks 100 im Jahr 2012 landete ich im Mittelfeld, doch die Gemeinschaft der Läuferinnen und Läufer, die ich bei dem Rennen kennenlernte, motivierte mich so sehr, dass ich im folgenden Jahr erneut teilnahm und danach noch ein drittes Mal – wobei ich meine Leistung jedes Mal deutlich steigerte. Sowohl meine Erfolge bei den Rennen als auch die Gemeinschaft der Langstreckenläufer entfachten meine Leidenschaft für das Ultralaufen, die bis heute anhält. Trailrunning ist für mich die schönste Art, draußen Abenteuer zu erleben. Da man weder Ausrüstung noch technische Hilfsmittel braucht, fällt es leicht, sich mit den Bergen und der Welt um einen herum verbunden zu fühlen. Laufen ist die einfachste und oft auch die schnellste Art, die Umgebung zu erkunden!
Wie würdest du Norrøna mit deinen eigenen Worten beschreiben?
Norrøna stellt hochwertige Outdoor-Bekleidung her. Bei diesem Unternehmen kannst du dir sicher sein: Wenn du eine Regenjacke kaufst, bekommst du die beste auf dem Markt – und möglicherweise die letzte Regenjacke, die du je brauchen wirst.
Wie kannst du dazu beitragen, Norrøna in den Bereichen Innovation und Produktentwicklung einen weiteren Schritt voranzubringen?
Ich bin gespannt, wie wir die Senja-/Trailrunning-Kollektion weiterentwickeln können – mit Stauraumlösungen in Shorts und Rucksäcken habe ich mich während meiner gesamten Karriere beschäftigt. Außerdem würde ich mich freuen, wenn Norrøna sein Sortiment um eine ultraleichte Windjacke erweitern würde.
Welche Tipps und Ratschläge hast du, um unseren ökologischen Fußabdruck auf dem Planeten zu minimieren?
Als ich mit meinem Vater auf dem Appalachian Trail wanderte, gewöhnte er sich an, jeden Tag ein Stück Müll aufzuheben. Ich glaube nicht, dass viele Menschen absichtlich Müll auf dem Weg hinterlassen, aber es passiert. Indem wir einander helfen und gemeinsam Verantwortung für den Schutz des Wanderwegs übernehmen, können wir alle eine unberührtere Welt genießen.
Erzähle uns von einem besonderen Abenteuer, das dich nachhaltig beeindruckt hat, und warum?
Nachdem ich ein Jahrzehnt lang auf einen der begehrten Startplätze hingearbeitet hatte, stand ich diesen Sommer endlich beim legendären Hardrock 100 in Silverton, Colorado, an der Startlinie.
Der Hardrock 100 führt durch die San Juan Mountains – die mich vor zehn Jahren dazu inspirierten, in diese Gegend zu ziehen.
Obwohl Laufen ein Individualsport ist, ist die Verbundenheit mit der Gemeinschaft genauso wichtig wie das Rennen selbst. Ich trainiere hier seit zehn Jahren mit anderen, arbeite in der Laufbranche und engagiere mich in der Gemeinschaft. Meine Freunde sind also diejenigen, die die Verpflegungsstationen betreuen, die Strecke markieren oder das Rennen bereits absolviert haben.
Ich kam nach 26 Stunden und 52 Minuten als Achter ins Ziel. Doch der Tod eines Mitläufers beim ersten Anstieg überschattet jeden Ruhm und trübt meine Freude über das Erreichte. Es ist ein Lauf, den ich nie vergessen werde, und eine Mahnung, Gesundheit, Gemeinschaft und das Geschenk, Abenteuer in den Bergen erleben zu können, wertzuschätzen.
Woran denkst du unmittelbar bevor du abends einschläfst?
Habe ich daran gedacht, die Kaffeemaschine vorzubereiten?
Welches Buch hat dich am meisten beeindruckt – und warum?
„Undaunted Courage“ ist ein Buch über die Entdecker Lewis und Clark, die ihre mehrjährige Expedition durch Nordamerika im 19. Jahrhundert dokumentierten. Die schiere Menge an Wildtieren und der Anblick der unberührten Wälder und Graslandschaften sind etwas, das ich nur zu gern selbst erleben würde! Es ist nicht nur eine inspirierende Geschichte, sondern dient auch als Maßstab, um zu verstehen, welchen Einfluss der Mensch auf unsere Umwelt hat.
Wenn du dein eigenes Lebensmotto formulieren würdest, wie würde es lauten?
Die schönsten Aussichten eröffnen sich nach den schwierigsten Aufstiegen.
Kyle Curtin in action














