CSR

PFAS (PFC)

Was ist das?
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS bzw. PFC) sind Fluorkohlenwasserstoffverbindungen mit einzigartigen fett- und wasserabweisenden Eigenschaften, die aufgrund dessen bei zahlreichen DWR-Behandlungen (Durable Water Repellent) für Outdoor-Kleidung Verwendung finden. Dabei wird zwischen langen fluorierten Kohlenstoffketten (C8 und höher) und kurzen fluorierten Kohlenstoffketten (bis C6) unterschieden. Zu den langen fluorierten Kohlenstoffketten gehören PFOA und PFOS, die Tests zufolge besonders umweltschädlich sind. Wir bei Norrøn verwenden keine langen fluorierten Kohlenstoffketten mehr für unsere Produkte – und das schon vor dem offiziellen Verbot 2013. Die kürzeren Kohlenstoffketten sind zwar weniger toxisch, doch auch sie gelten als persistent.

Warum verwendet Norrøna kurzkettige PFAS (PFC bzw. P-FKW) für Shell-Kleidung?
Wir verwenden immer noch kurzkettige Fluorkohlenwasserstoff für die Herstellung unserer Shell-Bekleidung. Uns ist das potenzielle Risiko, das PFAS darstellen, bewusst und wir arbeiten daran, diese Substanzen zukünftig nicht mehr in unseren Produkten zu verwenden. Dass die DWR-Behandlung mit PFAS erst kürzlich in der Kritik stand, können wir nachvollziehen. Um jedoch auf den Einsatz von PFAS ganz verzichten zu können, müssen wir zunächst eine Alternative finden, die den hohen Qualitätsanforderungen gerecht wird. Zusammen mit unserem Hauptanbieter Gore-Tex arbeiten wir an der Entwicklung und Erprobung geeigneter Alternativen. Zu diesem Zweck hat Gore-tex 15 Millionen USD in Forschungsmaßnahmen investiert. Unabhängig davon haben wir bei Norrøna verschiedene Testdurchläufe durchgeführt, um eine umsetzbare Alternative zur C6-DWR-Methode zu ermitteln. Unsere Jacken, Hosen, Isolationsjacken und winddichten Jacken aus Baumwolle werden einer PFAS-freien DWR-Behandlung unterzogen. Allerdings sind diese Produkte nicht so wasserdicht wie unsere Shell-Bekleidung.

Warum verwendet Norrøna also weiterhin PFAS? Die DWR-Behandlung ist ein entscheidender Schritt, um Shell-Bekleidung wirklich wasserdicht zu machen. Die DWR-Schicht vermeidet die Abnutzung der Membran und hält Schmutz und Fett davon ab, in das Gewebe einzudringen. Schmutz und Fett würden die Leistung des Kleidungsstückes beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall lösen sich das Shellmaterial und die Membran voneinander (bzw. der Klebstoff zwischen den Schichten), was zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Wasserdichtheit des Gewebes führen würde. Deshalb ist die DWR-Behandlung ein maßgeblicher Schritt, um die hohe Qualität und Strapazierfähigkeit unserer Produkte zu gewährleisten. Und wir bei Norrøna glauben, dass hochwertige, langlebige Produkte besonders wichtig sind, um unsere Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Es ist besser, eine Jacke mehrere Jahre lang zu tragen, als jedes Jahr eine neue zu kaufen.

Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass die Hersteller von Outdoor-Produkten nur einen kleinen Anteil der Verwender von PFAS darstellen. Unsere Branche ist sich der Problematik bewusst und die meisten Marken sind darauf bedacht, in Zukunft auf Alternativen zu FKW umzusteigen. Aus einer unabhängigen Studie (ein SWEREA-Studienbericht, der im Auftrag der schwedischen Regierung ausgeführt wurde) geht hervor, dass nur 5 % der Verwendung von PFAS auf DWR-Behandlungen zurückzuführen sind. Doch weil wir uns bei Norrøna der Problematik bewusst sind, planen wir, den Einsatz von PFAS in unseren Produkten einzustellen.

Wird Norrøna zukünftig auf den Einsatz von PFAS (PFC) verzichten?
Wir haben uns dazu verpflichtet, bis 2020 keine PFAS mehr für die Herstellung unserer Produkte zu verwenden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter unseren CSR-Zielen auf dieser Seite.