Velkommen til naturen
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Jagd

Shoot straight

It is finally here. The date above all others. The expectations are high – not only to the day itself but also to the four months ahead filled with fun and excitement. 

Ein einzigartiger Duft macht sich breit, schleicht sich in das Unterbewusstsein und verteilt die Aufregung im ganzen Körper.

Es ist die Nacht zum 10. August.

Es ist die Nacht vor dem Auftakt der Rehbockjagdsaison.
Wie kann man da nur an Schlaf denken?

Zugegeben: Dieses Mal fiel der Antritt bei Sonnenaufgang schwer, da für die ganze Nacht und die frühen Morgenstunden unablässiger Regen und starke Winde vorausgesagt wurden. Leider hatten die Wetterfrösche auch ausnahmsweise tatsächlich Recht behalten. Enttäuscht packte ich meine Arbeitstasche und musste mein Gewehr zurücklassen: Feiner Nieselregen ist eine Sache, aber bei diesen Wassermassen würde sich kein Tier blicken lassen.

Bei der Arbeit waren meine Gedanken überall – nur nicht dort, wo sie sein sollten. Als dann gegen zwei Uhr endlich die Sonne durchbrach, hielt ich es nicht mehr aus, zog mich um und machte mich auf den Weg. Einige mögen mich vielleicht für jagdverrückt erklären. Ich konnte die Böcke fast schon riechen, die sich bestimmt gern ihr Fell trocknen würden.

Das sagten mir zumindest mein Bauchgefühl und meine Erfahrung, als ich mich kurz darauf auf einem großen offenen Feld niederkniete. Und zum Glück hatte mein Bauchgefühl mich nicht getrogen. Nur vier Minuten, nach meiner Ankunft, ich hatte noch nicht mal meinen Lockruf eingesetzt, trat in 100 Meter Entfernung ein Vierender aus dem Wald. Definitiv nicht der Fang des Jahres, aber wenn die Gefriertruhe leer und die Jagd eröffnet ist, dann bin ich nicht wählerisch. Selektiert wird später. Sekunden darauf brach der Bock unter der Wucht einer perfekt platzierten Kugel vom Kaliber .243 Winchester zusammen. Ein gelungener Auftakt. 

Die Windrichtung stimmte und wir konnten uns recht leise voranschieben, obwohl wir zu zweit waren. Doch wenn es zu gut läuft, dann wendet sich das Glück oft. Zehn Sekunden nach dieser Feststellung stand ein Bock uns direkt gegenüber und sah uns an. Er hatte uns kalt erwischt. Verdammt!

Fünf (gefühlt jedoch fünfzig) Sekunden starrten wir uns an, dann machte der Bock auf dem Absatz kehrt und stieß sein charakteristisches Bellen aus. Doch gerade als wir uns in die Vertikale begeben wollten, stand ein Weibchen mit zwei Jungtieren vor uns. In der Hoffnung, unseren großen Freund zurückzubringen, nutzten wir sofort den Lockruf. Die Witterung für Weibchen und Rivalen wirkt ja bekanntlich bei fast allen Spezies Wunder. Leider ging unser Plan nicht wie gewünscht auf, denn anstatt der erhofften Rückkehr des Bockes ließ das Weibchen die Jungtiere stehen und rannte in dieselbe Richtung wie schon der Bock zuvor. Deprimierend für uns – für unsere vierbeinigen Freunde jedoch ein potenziell vergnüglicher Abend. Da der Wind jedoch auch weiterhin günstig stand, nahmen wir die Verfolgung auf.

Langsam schlichen wir uns aus dem Wald heraus und beobachteten die Umgebung mit unseren Ferngläsern. Wir suchten jeden Meter des Geländes ab – und siehe da! Dort waren die beiden. Auf der anderen Seite der Lichtung, direkt am Waldrand, wollten sie tiefer in das Dickicht eintauchen. Wir setzten den Lockruf erneut ein und hatten dieses Mal mehr Glück. Das Weibchen drehte sich um und kam auf uns zu. Der Bock blieb jedoch in sicherer Entfernung zurück.

Wir lockten noch einige Male, konnten jedoch keine Wirkung erzielen. Doch dann setzte der Bock sich plötzlich in Bewegung. Er trat nicht aus dem Wald heraus, jedoch befand er sich jetzt zweifellos in Reichweite. Angesichts des bisherigen Verlaufes sagte mir mein Gefühl, dass das die beste und vielleicht einzige Chance sein würde, die wir heute hatten. Ein lauter Knall aus der .243er. Wir hatten bei dem Schuss ein gutes Gefühl, doch Bäume und Geäst versperrten uns die Sicht auf das Waldesinnere.

Wir warteten ab und bewegten uns danach langsam zu der Stelle, an der wir den Bock zuletzt gesehen hatten. Nach einigen Minuten fanden wir ihn knapp 20 Meter entfernt im Wald – so weit war er ohne Sauerstoff noch gekommen. Der zweite Bock war ein schöner Waldbock mit sechs klassischen Enden.

Chris sicherte uns noch ein paar tolle Aufnahmen, bevor es zurück zum Camp ging. Dort hatte sich der Rest der Truppe versammelt und bereits ein prasselndes Lagerfeuer entfacht. Die Verlockung von kaltem Bier sorgte für eine gute Reisegeschwindigkeit auf dem Rückweg.

Wir erhoben unsere Bierdosen und stießen an auf einen gelungenen Auftakt der Bockjagd. Rund um das Lagerfeuer richteten wir uns gemütlich ein und entspannten uns in freudiger Erwartung auf eine aufregende Jagdsaison mit Rentieren, Rehböcken, Vögeln, Elchen und Hirschen. Das Feuer knisterte, das Bier floss und die Dunkelheit umfing uns – wir waren uns alle einig, dass es kaum etwas Schöneres gibt.

Kundendienstöffnungszeiten (MESZ)
Mon-Fri: 6 am - 11 pm
Sat-Sun: 3 pm - 11 pm

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