Norrøna

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Schweizer Qualität

Wie ein Band windet sich der Zug durch die Berge. Wir sind auf dem Weg zum Skifahren.

Ich lehne mich aus dem Fenster. Ich atme die frische Februarluft tief ein, während wir an schneebedeckten Feldern, Dörfern und alpinen Berglandschaften vorbeifahren. Die Eisenschienen kreischen und meine Mitreisenden, die sich aus den Fenstern neben mir lehnen, haben ein breites vorfreudiges Grinsen im Gesicht.

Es könnte ein traumhafter Tag werden.

Even Sigstad und Cristoph Thoresen freuen sich eindeutig über die Bedingungen 

Einige Tage zuvor: Skifahrer, Mountainbiker und Norrøna-Botschafter Armin Beeli hatte uns zu einem Skiabenteuer in der Nähe seiner Heimatstadt Flims in der Schweiz eingeladen. Durch seinen Job als Holzfäller ist Beeli bestens vertraut mit den Bäumen hier – Kenntnisse, die sich als hilfreich erweisen, wenn die Umwelt nicht mitspielt. Genau so war es, als wir ankamen. Seit dem letzten Schneefall war schon viel Zeit vergangen und Beeli sprach von idyllischen Bedingungen nur eine Woche zuvor. „Ihr hättet eine Woche früher kommen sollen“, sagte er. Die Wettervorhersage war schlecht und der Nebel wurde immer dichter. „Es ist, wie es ist“, sagte ich mir, um mir selbst Mut zu machen. Beeli hingegen wirkte so optimistisch wie immer, war aber auch stumm wie die Sphinx, als ob er mehr wüsste als wir. Wir wollten auf eine Entdeckungstour.

An seinem Lieblingsplatz hoch oben in der Luft genießt Even Sigstad den Winter

Tief in den Wäldern an den steilen Hängen um Laax ist der Schnee unberührt und trocken. Christoph Weber Thoresen stieß aus Österreich zu uns. Er würde es nie ablehnen, die ersten Spuren durch die Fichten zu ziehen, wenn er die Gelegenheit dazu hat. Denn schließlich liebt die deutsche Snowboard-Legende immer noch das Gefühl von Schnee in seinem Bart. Wir sind in guten Händen, mein Landsmann Even Sigstad und ich. Sigstad ist ein erfahrener Globetrotter und Norrøna-Botschafter. Aber am bekanntesten ist er für das Skifahren auf Schienen in den Filmen von Field Productions. Und jetzt ist er auf dem Weg zu dieser schweizerischen Kissenschlacht. Hier sind wir also, tief in Beelis geheimem Reich, und genießen unseren ersten Skitag im Wald. Und was wird morgen bringen? Mehr Nebel. Als wir erwachen, ist es fast so dunkel wie am Abend. Fast kann man das Grau draußen mit den Händen greifen. „Es ist, wie es ist“, höre ich Sigstad von seinem Bett aus sagen. „Ja“, antworte ich, „so ist es“ und tue so, als ob mir das Wetter nichts ausmacht. Gleichzeitig denke ich an all die Fotos, die ich heute wohl nicht machen werde. Wir müssen uns einfach auf den Holzfäller verlassen.

Was für eine Aussicht Laaz, Schweiz

Die Gondelfahrt beginnt auf 1.100 Metern an der Talstation in Laax. Bei Crap Sogn Gion auf 2.228 Metern Höhe ist der Nebel immer noch dicht wie Milchsuppe. Man sieht die Hand vor Augen nicht. Mir wird klar, dass ich die Schweiz verlassen werde, ohne einen einzigen Berg gesehen zu haben. Aber ich werde trotzdem Spaß haben. Ist das vielleicht eine Story? Irgendwo auf dem Weg nach Crap Masegn fühle ich plötzlich die wärmende Sonne auf der Haut. Die Gondelkabine erhebt sich aus dem Nebel und bringt uns bis zum Vorabgletscher auf 3.018 m. Mir wird klar, warum so viele Menschen nach Laax kommen. Als die Gondel durch die Wolken bricht, verabschieden wir uns von unserem Pessimismus. Vor uns liegt eine alpine Landschaft im Sonnenschein und der frische Schnee der letzten Nacht. Unten im Tal liegt der Nebel. Die Landschaft ist unwahrscheinlich schön. Jetzt weiß ich, wovon Beeli gesprochen hat, warum er ein solcher Lokalpatriot ist. Der Tag bringt Berge, Pulverschnee und schweizerische Würstchen auf dem Grill. Die Abfahrt in den Nebel am Abend stört uns überhaupt nicht.

Jetzt sind wir im Zug. Irgendwo da oben wartet der höchste Bahnhof der Schweiz auf uns. Auf 2.048 Metern führt uns unsere Spur zum Oberalppass. Ein guter Ausgangspunkt für alpine Tour mit der Eisenbahn. Der Schaffner sagt etwas über die Lautsprecher, das ich nicht verstehe. Beeli nickt. Wir steigen an der nächsten Haltestelle aus. Direkt an den Bahngleisen beginnt unsere Skitour. Das alpine Trekking war genau, wovon wir geträumt haben. Die Abfahrt war so, wie wir sie uns erhofft hatten. Die Zugfahrt? Wir kommen zurück nach Laax. Wir bleiben sitzen. Ich will nicht aufstehen. Ich möchte im Zug bleiben, mehr Berge sehen, an mehr hochgelegenen Bahnhöfen aussteigen.

FaktenWillkommen in Laax, Schweiz
Ort Züge und Skifahren um Laax-Flims in den Schweizer Alpen.
Anreise Fliegen Sie nach Zürich, nehmen Sie den Zug nach Chur oder Ilanz und fahren Sie von dort 30 Minuten mit dem Bus nach Laax. Sie müssen in der Schweiz kein Auto mieten, viele tolle Skigebiete erreichen Sie mit dem Zug. Zugticketpreise und Fahrpläne finden Sie bei Swiss Railways und SBB.
Unterkunft Wir haben im Riders Palace (www.riderspalace.ch) gewohnt, ein Hotel speziell für junge Leute. Wenn Sie auf der Suche nach ruhigen Abenden sind, ist das Signina Hotel (www.signinahotel.com) oder Rocks Resort (www.rocksresort.com) ideal. Sie alle befinden sich in der Nähe der Lifte in Laax, nicht mehr als fünf bis zehn Gehminuten entfernt.
Bergführer
Alpine Action Unlimited, Swiss Mountaineering School, 7017 Flims Dorf/GR. +41 (0) 81 936 74 74. www.alpineaction.ch
Weitere Informationen
www.laax.com

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