Norrøna

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Ein Tag im Freien - Tobi Tritscher

Training. Arbeiten. Warten. So beschreibt Tobi Tritscher seine Tage im Moment. Er tut uns aber nicht zu sehr leid, da wir vermuten, dass er gute Zeiten vor sich hat, sobald das weiße Gold vom Himmel zu fallen beginnt.

Die kommende Saison des Skifahrers Tobi Tritscher

Also keine spannenden Sommerabenteuer in den vergangenen Monaten?
„Nun, ich war 3 Wochen in Sri Lanka, zum Surfen an der Ostküste und zum Erkunden des Landesinneren. Es ist schön, das warme Wetter zu genießen, bevor der Winter einsetzt.“
 
Das klingt nicht wie ein schlechter Sommer.
„Nein, ganz bestimmt nicht, aber der Großteil meines Sommers dreht sich darum, auf den ersten Schnee vorbereitet zu sein. Im Fitnessraum trainieren, CrossFit betreiben, um gut in Form zu bleiben. Arbeiten an neuen Tricks auf dem Trampolin. Im Moment arbeite ich an einigen Double Flips und möchte das in meinem Körper verankern, bevor ich es auf Skiern versuche.“

Interview mit Tobi Tritscher über den kommenden Winter

Womit startet die Saison für Sie?
„Der Gletscher öffnet Ende Oktober, daher ist das der Zeitpunkt, an dem meine Ski-Tage normalerweise starten. Außerdem gibt es da noch das IF3 Filmevent in Innsbruck Ende Oktober, das ist immer schön. Schön, sich inspirieren zu lassen, bevor die Skisaison richtig beginnt.“

Irgendwelche besonderen Pläne für die kommenden Monate?
„Ich werde an ein paar österreichischen Wettbewerben teilnehmen, wie am Red Bull Wettbewerb, sofern ich dazu eingeladen werde, aber vor allem werde ich mich auf die Dreharbeiten mit Legs of Steel konzentrieren, wir filmen die zweite Saison eines zweijährigen Projekts. Ich hoffe auch, nach Kanada zurückzukehren. Letztes Jahr war ich nicht dort, weil ich stattdessen hier vor Ort Dinge ausprobieren wollte, aber leider hat das nicht so ganz geklappt wie geplant.“

Ja, wir haben davon gehört, dass Ihr einen der schlimmsten Winter in 100 Jahren hattet?
„Ja, wir hatten definitiv nicht die besten Bedingungen. Ich bin zwar noch Ski gefahren, aber in erster Linie wanderte ich eine Menge auf der Suche nach Schnee an Orten, an denen ich noch nie zuvor gewesen war. Ich glaube, das hat mir ganz gut getan, da ich durch die ganzen Wanderungen gut in Form bin (haha) und die Berge wirklich erkunden konnte auf meiner endlosen Suche nach Schnee.“

Haben Sie jemals die Lust verloren?
„Nein. Ich meine, natürlich wird man unruhiger und man möchte dahin reisen, wo es Schnee gibt, aber am Ende habe ich das Beste daraus hier zu Hause gemacht, habe Zeit auf der Piste und beim Erkunden der Gegend verbracht. Da es so wenig Schnee gab, war ich ganz besessen davon und sehr motiviert, welchen zu finden!“

Tobi Tritscher auf Skiern beim Touren und Skifahren

Wie ist das beim Filmen, wird damit das Skifahren noch mehr zur „Arbeit“, als wenn Sie nur für sich Ski fahren?
„Ich würde es nicht mit normaler Arbeit vergleichen, da ich wirklich das Glück habe, das zu tun, was ich liebe und ich genieße jede Sekunde, die ich auf Skiern verbringe, aber es sind auf jeden Fall lange Tage und man fährt weniger Ski, wenn gefilmt wird. Viel Planung, viel abwarten, also es gibt auf jeden Fall mehr Dinge zu beachten als nur zum Spaß Ski zu fahren. Aber es ist schön, die Saison hindurch ein Ziel zu haben. Es ist sehr motivierend, das Gefühl zu haben, dass man etwas erschafft und es macht Spaß, wenn man nach all der Zeit, die man im Freien verbracht hat, ein Endergebnis sieht.“

Als New-School-Skifahrer mit Interesse in der Piste und dem Gelände, wie teilen Sie sich Ihre Zeit ein?
„Ich schätze ungefähr 30 % Piste. Ich beginne mit dem Skifahren auf der Piste, um wieder reinzukommen und Tricks unter sicheren Bedingungen auszuprobieren, bevor ich sie dann im Gelände versuche. Es macht auch Spaß, auf der Piste Ski zu fahren, um sich mit seinen Freunden zu entspannen, aber im Gelände verbringe ich die meiste Zeit.“

New-School-Skifahrer Tobi Tritscher beim Skifahren in den Alpen

Beim Wechsel von den sicheren Bereichen rund um die Pisten ins Gelände, denken Sie dabei jemals über die Risiken nach?
„Auf jeden Fall. Die Berücksichtigung der Risiken vor dem Skifahren ist ein großer Teil der Dreharbeiten. Man muss erst einmal die Gegend erkunden, den Schnee beurteilen und sich der umgebenden Bedingungen bewusst sein, die die geplante Route beeinflussen könnten. Dies ist etwas, woran alle beteiligt sind und wo alle vorsichtig sind, aber ich denke mal, dass die Risiken auch ein Teil des Reizes sind, den das Ganze ausmacht.“

Haben Sie viele unglückliche Ereignisse bei den Dreharbeiten erlebt?
„Ein paar Lawinen, aber nichts Großes, also keine Unfälle, zum Glück.“

Gibt es Orte, an denen Sie noch nicht Ski gefahren sind, die aber noch auf Ihrer Wunschliste stehen?
„Alaska! Das ist der Traum.“

 

Sehen Sie den Film:

Norrøna Magazine